Quereinstieg - Männer und Frauen in Kitas
Über das Bundesmodellprogramm "Quereinstieg - Männer und Frauen in Kitas" wurden Modellprojekte gefördert, die für die besondere Zielgruppe der Berufswechsler*innen erwachsenengerechte berufsbegleitende Ausbildungsmöglichkeiten zur*zum staatlich anerkannten Erzieher*in schafften oder weiterentwickelten, gekoppelt mit der Zahlung einer angemessenen Vergütung.
Das vorangegangene ESF-Bundesmodellprogramm "MEHR Männer in Kitas", das 2013 endete, hat gezeigt, dass nicht nur viele Frauen sondern gerade auch lebensältere Männer an einem Wechsel in den Erzieherberuf interessiert sind. Die Anzahl derer, die die Neuqualifikation realisieren, ist bundesweit gesehen bislang jedoch relativ gering, weil die dreijährige Erzieherausbildung nicht vergütet wird und Unterhaltsbedürfnisse und -verpflichtungen finanziell häufig nicht ausreichend abgesichert sind. Das sollte durch das ESF-Bundesmodellprogramm anders werden.
Ziel war es, Männern und Frauen unabhängig vom vorangehenden Status der Beschäftigung lebenslanges berufliches Lernen mit einer Absicherung des Lebensunterhaltes zu ermöglichen. Sowohl Beschäftigte wie auch Arbeitslose konnten auf diese Weise unabhängig von staatlichen Förderinstrumenten ihre Berufslaufbahn individuell an die Entwicklungen des Arbeitsmarktes anpassen und eine Qualifizierung zur*zum staatlich anerkannten Erzieher*in absolvieren.
Eine Zwischenbilanz: Bis 2019 haben fast 700 Personen eine Ausbildung begonnen.